V i e r    S c h r i t t e

 

 

z u    e i n e m

 

 

L e b e n    m i t    G o t t

 

 

 

1 Gott liebt Sie. Er hat sie geschaffen und will, dass Sie ganz persönlich in Gemeinschaft mit ihm leben.

 

Gott liebt Sie

 

Also hat Gott die Welt geliebet, dass er seinen eingebornen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben. Johannesevangelium, Kapitel 3, Vers 16

 

 

Gott möchte, dass Sie ihn kennen lernen

 

Jesus Christus sagt: Ich bin gekommen, damit sie das Leben und volle Genüge haben sollen. Johannesevangelium, Kapitel 10, Vers 11

Jesus Christus betete: Das aber ist das ewige Leben, dass sie dich, dass du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. Johannesevangelium, Kapitel 17, Vers 3

 

 

2 Die Gemeinschaft mit Gott ist durch die Sünde von uns Menschen zerstört. Darum können wir von uns aus Gottes Liebe nicht erfahren, kennen ihn nicht, können ihn nicht lieben und nicht an ihn glauben.

 

Was ist Sünde?

 

Wir Menschen sind dazu geschaffen, in der Gemeinschaft mit Gott zu leben und Gott zu gehorchen. Aber wir Menschen meinen, unser Leben ohne Gott leben und meistern zu können. Wir sind Gott gegenüber gleichgültig oder lehnen uns sogar gegen ihn und seinen Willen auf. Das nennt die Bibel Sünde. Sie führt zu einem gestörten Verhältnis zu unseren Mitmenschen, der Natur und auch zu uns selbst. Verdeckte und auch offensichtliche Verfehlungen im zwischenmenschlichen Bereich haben ihre Wurzel in der zerstörten Beziehung zu Gott.

 

Wer Sünde tut, der tut auch Unrecht; und die Sünde ist das Unrecht. 1. Johannesbrief, Kapitel 3, Vers 4

Sie sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhms, den sie an Gott haben sollen. Römerbrief, Kapitel 3, Vers 23

 

 

Was ist denn der Wille Gottes?

 

Gott hat uns seinen Willen zusammengefasst in den heiligen zehn Geboten, die unser Heiland Jesus Christus in der Bergpredigt ausgelegt hat, 2. Buch Mose, Kapitel 20, Verse 2-17 (gemäß der Darstellung im Neuen Testament). Die Erklärungen stammen aus dem Kleinen Katechismus Dr. Martin Luthers:

Ich bin der Herr, dein Gott: Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.

Was ist das? Wir sollen Gott über alle Dinge fürchten, lieben und vertrauen.

Matthäusevangelium 22,37-39: Jesus aber sprach zu ihm: Du sollst lieben Gott, deinen HErrn, von ganzemHerzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt.  Dies ist das vornehmste und größte Gebot.  Das andere aber ist dem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dichselbst.

5. Buch Mose 18,10-23: Daß nicht unter dir funden werde, der seinen Sohn oder Tochter durchsFeuer gehen lasse, oder ein Weissager oder ein Tagewähler, oder der aufVogelgeschrei achte, oder ein Zauberer,  oder Beschwörer oder Wahrsager oder Zeichendeuter, oder der die Totenfrage. Denn wer solches tut, der ist dem HErrn ein Greuel, und um solcher Greuelwillen vertreibt sie der Herr, dein Gott, vor dir her. Du aber sollst ohne Wandel sein mit dem Herrn, deinem Gott.

Lukasevangelium 12,16-21: Jesus sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: Es war ein reicher Mensch, des Feld hatte wohl getragen.  Und er gedachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habenicht, da ich meine Früchte hinsammle. Und sprach: Das will ich tun: ich will meine Scheunen abbrechen undgrößere bauen und will drein sammeln alles, was mir gewachsen ist, undmeine Güter. Und will sagen zu meiner Seele: Liebe Seele, du hast einen großen Vorratauf viel Jahre; habe nun Ruhe, iß trink und habe guten Mut!   Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr, diese Nacht wird man deine Seele von­dir fordern, und wes wird's sein, das du bereitet hast?  Also gehet es, wer sich Schätze sammelt und ist nicht reich in Gott.

Markusevangelium 8,36.37: Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele löse?

Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.

Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir bei seinem Namen nicht fluchen, schwören, zaubern, lügen oder trügen, sondern denselben in allen Nöten anrufen, beten, loben und danken.

3. Buch Mose 24,15.16: Wer seinem Gott flucht, der soll seine Schuld tragen. Wer des Herrn Namen lästert, der soll des Todes sterben.

Gedenke des Feiertages, dass Du ihn heiligest.

Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir die Predigt und sein Wort nicht verachten, sondern heilig halten, gerne hören und lernen.

Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, damit Dir’s wohlgehe und du lange lebest auf Erden.

Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unsere Eltern und Herren nicht verachten noch erzürnen, sondern sie in Ehren halten, ihnen dienen, gehorchen, sie lieb und wert haben.

Sprüche Salomos 30,17: Ein Auge, das den Vater verspottet und verachtet, der Mutter zu gehorchen, das müssen die Raben am Bach aushacken und die jungen Adler fressen.

Römerbrief 13,1-2: Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit außer von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott verordnet. Wer sich nun gegen die Obrigkeit setzt, der widerstrebt Gottes Ordnung; die aber widerstreben, werden über sich ein Urteil empfangen.

Du sollst nicht töten.

Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und liebne, dass wir unserm Nächsten an seinem Leibe keinen Schaden noch Leid tun, sondern ihm helfen und fördern in allen Leidesnöten.

Matthäusevangelium 5,21-26: Ihr habt gehöret, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht töten; wer aber tötet, der soll des Gerichts schuldig sein. Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnet, der ist des Gerichtsschuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Racha! der ist des Ratsschuldig; wer aber sagt: Du Narr! der ist des höllischen Feuers schuldig.  Darum wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst und wirst allda eindenken, daß dein Bruder etwas wider dich habe,   so laß allda vor dem Altar deine Gabe und gehe zuvor hin und versöhnedich mit deinem Bruder und alsdann komm und opfere deine Gabe.   Sei willfertig deinem Widersacher bald, dieweil du noch bei ihm auf demWege bist, auf daß dich der Widersacher nicht dermaleinst überantwortedem Richter, und der Richter überantworte dich dem Diener, und werdestin den Kerker geworfen.  Ich sage dir: Wahrlich, du wirst nicht von dannen herauskommen, bis duauch den letzten Heller bezahlest.

Du sollst nicht ehebrechen.

Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir keusch und züchtig leben in [Gedanken,] Worten und Werken und ein jeglicher sein Gemahl liebe und ehre.

Matthäusevangelium 5,27-32: Ihr habt gehöret, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen.  Ich aber sage euch: Wer ein Weib ansiehet, ihrer zu begehren, der hatschon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.   Ärgert dich aber dein rechtes Auge; so reiß es aus und wirf's von dir. Es ist dir besser, daß eins deiner Glieder verderbe, und nicht der ganzeLeib in die Hölle geworfen werde.  Ärgert dich deine rechte Hand, so haue sie ab, und wirf sie von dir. Esist dir besser, daß eins deiner Glieder verderbe, und nicht der ganzeLeib in die Hölle geworfen werde.  Es ist auch gesagt: Wer sich von seinem Weibe scheidet, der soll ihrgeben einen Scheidebrief.  Ich aber sage euch: Wer sich von seinem Weibe scheidet (es sei denn umEhebruch), der macht, daß sie die Ehe bricht; und wer eine Abgeschiedenefreiet, der bricht die Ehe.

Du sollst nicht stehlen.

Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unserem Nächsten sein Geld und Gut nicht nehmen, noch durch falsche Ware oder Handel an uns bringen, sondern ihm ssein Gut und Nahrung helfen bessern und behüten.

Du sollst kein falsches Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unsern Nächsten nicht fälschlich belügen, verraten, nachreden oder in einen bösen Ruf bringen, sondern sollen ihn entschuldigen, Guten von ihm reden und alles zum besten kehren.

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hauses.

Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und Lieben, dass wir unserem Nächsten nicht mit List nach seinem Erbe oder Hause stehen noch mit einem Schein des Rechts an uns bringen, sondern ihm dasselbe zu behalten förderlich und dienstlich sein.

Du sollst nicht begehen deines Nächsten Weibes, noch seines Knechtes noch seiner Magd, noch seines Ochsen noch seines Esels, noch alles, was dein Nächster hat.

Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unserm Nächsten nicht seine Frau, Mitarbeiter oder Vieh abspannen, abdringen oder abwendig machen, sondern dieselben anhalten, dass sie bleiben und tun, was sie schuldig sind.

 

 

Was sind die Folgen der Sünde?

 

Eure Sünden scheiden euch von eurem Gott. Prophet Jesaja, Kapitel 59, Vers 2

Die Bibel spricht davon, dass wir geistlich tot sind, unfähig damit, Gott zu lieben, an ihn zu glauben, ihm zu gehorchen:

Ihr seid tot durch Übertretungen und Sünden. Epheserbrief, Kapitel 2, Vers 1

Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer; da ist keiner, der verständig sei; da ist keiner, der nach Gott frage. Sie sind allesamt abgewichen und allesamt untüchtig geworden; da ist keiner, der Gutes tue, auch nicht einer. Römerbrief, Kapitel 3, Verse 10-12

Durch des Gesetzes Werke kann kein Mensch vor ihm gerecht sein. Römerbrief, Kapitel 3, Vers 20

Offenbar aber sind die Werke des Fleisches, als da sind: Ehebruch, Hurerei, Unreinigkeit, Unzucht, Abgötterei, Zauberei, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Roten, Hass, Mord, Saufen, Fressen und dergleichen; von welchen ich euch habe zuvor gesagt und sage noch zuvor, dass, die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben. Galaterbrief, Kapitel 5, Verse 19-21

 

Durch die Sünde besteht also zwischen Gott und uns Menschen eine tiefe Kluft: Gott ist heilig, ohne Sünde – wir Menschen sündig, Sünder von Natur. Wir Menschen versuchen, diese Kluft zu überbrücken. Wir strengen uns an durch ein gutes Leben, durch Mitmenschlichkeit, durch Religiosität – oder setzen uns selbst an die Stelle Gottes, indem wir bestimmen wollen, was gut oder böse, was richtig oder falsch ist. Aber damit können wir Menschen das Kernproblem, die Sünde, nicht lösen.

 

Denn es ist kein guter Baum, der faule Frucht trage, und kein fauler Baum, der gute Frucht trage.  Ein jeglicher Baum wird an seiner eigenen Frucht erkannt. Denn man liest nicht Feigen von den Dornen, auch liest man nicht Trauben von den Hecken.  Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens; und ein böser Mensch bringt Böses hervor aus dem bösen Schatz seines Herzens. Denn wes das Herz voll ist, des geht der Mund über. Lukasevangelium, Kapitel 6, Verse 43-45

 

 

3 Jesus Christus ist Gottes Weg aus dem Sündenelend von uns Menschen. Allein durch ihn können wir Menschen Vergebung unser Sünde und Schuld erlangen und dadurch wieder zurück-kehren in die Gemeinschaft mit Gott.

 

Jesus Christus, der Sohn Gottes, ist für uns Mensch geworden

 

Schon die alttestamentlichen Propheten haben den Retter oder Heiland (Messias) angekündigt:

Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Derselbe soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Verse stechen. 1. Buch Mose, Kapitel 3, Vers 15

In dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden. 1. Buch Mose, Kapitel 12, Vers 3

Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; er heißt Wunderbar, Rat, Held, Ewig-Vater Friedefürst; auf daß seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Stuhl Davids und in seinem Königreich, daß er's zurichte und stärke mit Gericht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des Herrn Zebaoth. Prophet Jesaja, Kapitel 9, Verse 6-7

Und du, Bethlehem Ephrata, die du klein bist unter den Tausenden in Juda, aus dir soll mir kommen, der in Israel Herr sei, welches Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist. Prophet Micha, Kapitel 5, Vers 1

Und dies wird sein Name sein, dass man ihn nennen wird: Herr, der unsere Gerechtigkeit ist. Prophet Jeremia 23,6

 

Jesus von Nazareth ist dieser von Gott versprochene Retter. Er wurde Mensch, lebte auf dieser Erde, verkündigte durch sein Reden und Handeln die frohe Botschaft Gottes und sein Reich; stellvertretend für uns erfüllte er Gottes Gesetz und starb schließlich für uns am Kreuz.

Ein jeglicher sei gesinnt, wie Jesus Christus auch war:  welcher, ob er wohl in göttlicher Gestalt war, hielt er's nicht für einen Raub, Gott gleich sein,  sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward gleich wie ein andrer Mensch und an Gebärden als ein Mensch erfunden;  er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz.  Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen ist,  daß in dem Namen Jesu sich beugen aller derer Kniee, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind,  und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr sei, zur Ehre Gottes, des Vaters. Philipperbrief, Kapitel 2, Verse 5-11

Jesus Christus spricht: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium. Markusevangelium, Kapitel 1, Vers 15

Jesus Christus lebte ohne Sünde, in ständiger Gemeinschaft mit dem Vater:

Welcher unter euch kann mich einer Sünde bezichtigen? Johannesevangelium, Kapitel 8, Vers 46

Jesus Christus hatte keine Sünde getan, ist auch kein Betrug in seinem Munde erfunden. 1. Petrusbrief, Kapitel 2, Vers 22

 

Jesus Christus sagt: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich. Johannesevangelium, Kapitel 14, Vers 6

 

Gott selbst hat durch sein Handeln die Kluft überbrückt, die uns von ihm durch die Sünde trennt. Er sandte seinen einzigen Sohn, Jesus Christus, der unsere Schuld und Sünden auf sich nahm und stellvertretend für uns am Kreuz starb. Dadurch können wir Vergebung der Sünden und einen neuen Anfang unseres Lebens durch Gott empfangen.

 

Am anderen Tag sieht Johannes Jesus zu ihm kommen und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt! Johannesevangelium, Kapitel 1, Vers 29

 

 

Jesus Christus starb stellvertretend für uns

 

Er starb, um die Sünde und Schuld aller Menschen aller Zeiten auf sich zu nehmen und hat mit seinem einmaligen Opfer am Kreuz, das für alle Menschen aller Zeiten gilt, Gott mit uns Menschen versöhnt. Er, Jesus Christus, der Schuldlose, starb für uns, die Schuldigen. Dadurch hat er für uns den Weg zur Gemeinschaft mit Gott wieder frei gemacht.

 

Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!  Aber das alles von Gott, der uns mit ihm selber versöhnt hat durch Jesus Christus und das Amt gegeben, das die Versöhnung predigt.  Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit ihm selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung.  So sind wir nun Botschafter an Christi Statt, denn Gott vermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi Statt: Lasset euch versöhnen mit Gott.  Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, damit wir würden in ihm die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt. 2. Korintherbrief, Kapitel 5, Verse 17-21

Denn auch Christus, da wir noch schwach waren nach der Zeit, ist für uns Gottlose gestorben.... Darum preist Gott seine Liebe zu uns, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Römerbrief, Kapitel 5, Verse 6 und 8

Christus hat einmal für unsere Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten. 1. Petrusbrief 3,18

Denn mit einem Opfer hat er in Ewigkeit vollendet, die geheiligt werden. Hebräerbrief, Kapitel 10, Vers 14

 

 

Jesus Christus ist von den Toten auferstanden

 

Diesen Jesus hat Gott auferweckt; dessen sind wir Zeugen. Apostelgeschichte, Kapitel 2, Vers 32

 

Seine Auferstehung bestätigt:

- Jesus Christus ist Gottes Sohn; siehe Römerbrief, Kapitel 1, Vers 4

- Gott hat das Opfer Jesu Christi für uns angenommen und ist durch Jesus Christus mit uns Menschen versöhnt:

Denn Jesus Christus ist um unserer Sünden willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferwecket. Römerbrief, Kapitel 4, Vers 25

 

Darum bekennen wir Christen von dem, was Jesus Christus für uns und alle Menschen getan und uns geschenkt hat:

Ich glaube, dass Jesus Christus, wahrhaftiger Gott, vom Vater in Ewigkeit geboren, und auch wahrhaftiger Mensch, von der Jungfrau Maria geboren, sei mein Herr, der mich verlornen und verdammten Menschen erlöset hat, erworben und gewonnen von allen Sünden, vom Tode und von der Gewalt des Teufels, nicht mit Gold oder Silber, sondern mit seinem heiligen, teuren Blut und mit seinem unschuldigen Leiden und Sterben, damit ich sein eigen sei und in seinem Reich unter ihm lebe und ihm diene in ewiger Gerechtigkeit, Unschuld und Seligkeit, gleichwie er ist auferstanden vom Tode, lebet und regieret in Ewigkeit. Das ist gewißlich wahr.

 

 

4 Wenn wir an Jesus Christus als unseren einzigen Heiland glauben, haben wir die Vergebung unserer Sünden und stehen wieder in Gemeinschaft mit Gott.

 

Die Vergebung der Sünden und als Folge die neue Gemeinschaft mit Gott ist Gottes Geschenk, das wir durch den Glauben, das ist: das herzliche Vertrauen, an Jesus Christus empfangen.

 

Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat das ewige Leben; wer dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm. Johannesevangelium, Kapitel 3, Vers 36

Das ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass, wer den Sohn sieht [nämlich an ihn glaubt] und glaubet an ihn, habe das ewige Leben; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage. Johannesevangelium, Kapitel 6, Vers 40

Glaube an den Herrn Jesus Christus, so wirst du und dein Haus selig. Apostelgeschichte, Kapitel 16, Vers 32

Wir werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, welche durch Christus Jesus geschehen ist. Römerbrief, Kapitel 3, Vers 24

So halten wir es nun, dass der Mensch gerecht werde ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben. Römerbrief, Kapitel 3, Vers 28

Dem aber, der nicht mit Werken umgehet, glaubet aber an den, der die Gottlosen gerecht macht, dem wird sein Glaube gerechnet zur Gerechtigkeit. Römerbrief, Kapitel 4, Vers 5

Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben. Johannesevangelium, Kapitel 1, Vers 12

 

Es genügt also nicht, dass Sie die biblischen Geschichten und diese biblischen Wahrheiten nur kennen oder ihnen auch gedanklich zustimmen – wichtig ist, dass Sie von Herzen ihre Sünde und Schuld vor Gott erkennen, zugeben, vor Gott bekennen – und dann von Herzen darauf vertrauen, glauben, dass Jesus Christus auch für Ihre Sünde und Schuld am Kreuz gestorben ist und Gott da auch mit Ihnen versöhnt wurde.

 

Denn ich erkenne meine Missetat und meine Sünde ist immer vor mir. An dir allein habe ich gesündiget und übel vor dir getan, damit du recht behaltest in deinen Worten und rein bleibest, wenn du gerichtet wirst. Siehe, ich bin aus sündlichem Samen gezeugt, und meine Mutter hat mich in Sünden empfangen.... Entsündige mich mit Ysop, dass ich rein werde; wasche mich, dass ich schneeweiß werde... Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz, und gib mir einen neuen, gewissen Geist. Psalm 51, Verse 5-7.9.11

 

Darum: Bekennen Sie im bewussten Glauben Gott Ihre Sünde, bitten Sie im Namen Jesu Christi um Vergebung – und danken Sie ihm dafür, dass er Ihnen um Jesu Christi willen vergeben hat.

 

Dann, aus Dankbarkeit für dieses Geschenk der Gnade und Vergebung, übergeben Sie sich Jesus Christus, Ihrem Heiland ganz, sagen Sie ihm, dass Sie möchten, dass er nun auch als Ihr Herr Ihr Leben regiere und führe.

Also auch ihr, haltet euch dafür, dass ihr der Sünde gestorben seid und lebet Gott in Christus Jesus, unserm Herrn. Römerbrief, Kapitel 6, Vers 11

 

Ein Gebotsvorschlag, als eine Hilfe für Sie: Herr Jesus Christus, ich habe erkannt, dass ich nicht so bin, wie ich sein sollte. Ich erkenne, dass ich vielfältig gegen deine Gebote verstoßen habe und dass es ganz unmöglich ist, dass ich das wieder rückgängig machen kann und und dass ich mich selbst so ändere, dass ich vollkommen werde. Darum bitte ich dich, dass du mir meine Sünden vergibst. Ich danke dir, dass du auch für mich am Kreuz auf Golgatha gestorben bist und auch dort die Strafe für meine Sündenschuld getragen hast. Ich danke dir, dass du dadurch Gott versöhnt hast und auch für mich die Vergebung der Sünden erworben hast. Ich will nun als dein Kind leben und übergebe mich ganz dir, meinem Heiland. Bitte führe und leite du mich. Danke. Amen.

 

 

Praktische Hinweise für ein Leben mit Jesus Christus

 

Wie das natürliche Leben von uns Menschen, so ist auch unser Leben als Christen ein Wachstumsprozess. Wie wir im natürlichen Leben unsere Nahrung benötigen, so auch im geistlichen Leben, im bewussten Leben als Christen. Die „Nahrungsmittel“, die Gott uns dafür geschenkt hat, sind sein Wort, die Bibel, in Gesetz und Evangelium, und die Sakramente, nämlich die heilige Taufe und das heilige Abendmahl.

 

Lesen Sie regelmäßig, mindestens einmal täglich, in Gottes Wort und beten Sie dazu, damit Sie es immer besser verstehen.

Selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren. Lukasevangelium 11,28

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das aus dem Munde Gottes geht. Matthäusevangelium, Kapitel 4, Vers 4

 

Wenn Sie schon getauft sind, so bedenken Sie neu das große Geschenk, das Ihnen Gott damals schon in der Taufe gemacht hatte. In der Zeit der Gottesferne hatten Sie dieses Geschenk zurückgewiesen, jetzt aber können Sie wieder aus seiner Fülle leben.

Wisset ihr nicht, dass alle, die wir in Jesus Christus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft?  So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf daß, gleichwie Christus ist auferweckt von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln.  So wir aber samt ihm gepflanzt werden zu gleichem Tode, so werden wir auch seiner Auferstehung gleich sein,  dieweil wir wissen, daß unser alter Mensch samt ihm gekreuzigt ist, auf dass der sündliche Leib aufhöre, daß wir hinfort der Sünde nicht mehr dienen.  Denn wer gestorben ist, der ist gerechtfertigt von der Sünde. Römerbrief, Kapitel 6, Verse 3-7

Lassen Sie sich also die Taufe einen großen Trost sein – aber auch einen immer neuen Ansporn zu einem Leben mit Jesus Christus.

Wenn Sie noch nicht getauft sind, so schließen Sie sich einer christlichen evangelisch-lutherischen Gemeinde an, die sich treu an die Bibel hält, und bitten Sie dort um die heilige Taufe. Durch sie wird Gott Ihnen sein Geschenk der Vergebung und des neuen Lebens bekräftigen und bestätigen.

 

Als Christ wollen Sie in der ständigen Gemeinschaft mit dem dreieinigen Gott leben. Neben Wort und Sakrament ist das Gebet eine ganz kostbare und wichtige Lebensäußerung. Beten Sie in allen Lagen, über alles, was Sie bewegt. Reden Sie zu Gott so, wie Sie es gewohnt sind, zu reden, in aller Ehrfrucht und Achtung dabei vor der göttlichen Majestät. Eine große Hilfe und Wegweisung dabei ist das Gebet, das Jesus Christus selbst seinen Jüngern gelehrt hat, das auch Sie beten dürfen und dabei es auch noch weiter ausbauen, das Vaterunser:

Vater unser, der du bist im Himmel: Geheiliget werde dein Name; dein Reich komme; dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch auf Erden; unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern; und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Übel. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. Matthäusevangelium, Kapitel 6, Verse 9-13

 

Als Christ wollen Sie bewusst mit Jesus Christus leben, ihm nachfolgen, seinen Willen tun. Sie werden aber feststellen, dass dadurch, dass Sie Christ geworden sind, Sie nicht automatisch ein besserer Mensch geworden sind. Gott hat Sie trotz Ihrer Sünde gerecht gesprochen. Aber der Hang zur Sünde ist noch in Ihrem Herzen. So ist es jedem Christen gegangen, auch der Apostel Paulus sagt das von sich, Römerbrief, Kapitel 7. Unser Zustand als Christen ist der, dass wir Gerechte und Sünder zugleich sind. Unser Christenleben ist also ein Kampf, nämlich ein Streiten gegen die Sünde in uns und die von außen als Versuchung und Anfechtung an uns herantritt. Lassen Sie sich nicht entmutigen, auch wenn Sie wieder in Sünde fallen. Jesus Christus wird sich nicht enttäuscht von Ihnen abwenden; kommen Sie vielmehr im Gebet reumütig wieder zu ihm, bekennen Sie ihm die Sünde und ergreifen Sie erneut seine Vergebung.

Es kann auch sein, dass sich manche Menschen, die Ihnen lieb und wichtig sind, von Ihnen abwenden, weil Sie jetzt Christ sein. Auch das ist nichts Außergewöhnliches, Jesus Christus ist es nicht anders gegangen. Aber es ist oft nicht einfach, diesen Weg zu gehen. Aber Jesus Christus wird Ihnen auch darinnen beistehen. Scheuen Sie sich daher nicht, wo immer sich die Gelegenheit ergibt, zu bezeugen, wer Jesus Christus ist und was er Ihnen bedeutet.

Denn wir wissen, dass das Gesetz geistlich ist; ich bin aber fleischlich, unter die Sünde verkauft.  Denn ich weiß nicht, was ich tue. Denn ich tue nicht, was ich will; sondern, was ich hasse, das tue ich.  So ich aber das tue, was ich nicht will, so gebe ich zu, dass das Gesetz gut sei.  So tue ich nun dasselbe nicht, sondern die Sünde, die in mir wohnt.  Denn ich weiß, daß in mir, das ist in meinem Fleische, wohnt nichts Gutes. Wollen habe ich wohl, aber vollbringen das Gute finde ich nicht.  Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich. Römerbrief, Kapitel 7, Vers 14-19

Wenn wir aber unsere Sünde bekennen, dann ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünde vergibt und reiniget uns von aller Untugend. 1. Johannesbrief, Kapitel 1, Vers 9

Meine Kindlein, solches schreibe ich euch, damit ihr nicht sündiget. Und wenn jemand sündiget, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist. Und derselbe ist die Versöhnung für unsere Sünde, nicht allein aber für die unsere, sondern auch für die der ganzen Welt. 1. Johannesbrief, Kapitel 2, Verse 1-2

So euch die Welt hasst, so wisset, dass sie mich vor euch gehasst hat. Wäret ihr von der Welt, so hätte die Welt das Ihre lieb; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich habe euch von der Welt erwählt, darum haßt euch die Welt.  Gedenket an mein Wort, das ich euch gesagt habe: "Der Knecht ist nicht größer denn sein Herr." Haben sie mich verfolgt, sie werden euch auch verfolgen; haben sie mein Wort gehalten, so werden sie eures auch halten.  Aber das alles werden sie euch tun um meines Namens willen; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat. Johannesevangelium, Kapitel 15, Verse 18-21

Wer nun mich bekennet vor den Menschen, den will ich bekennen vor meinem himmlischen Vater.  Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater.  Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen sei, Frieden zu senden auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert.  Denn ich bin gekommen, den Menschen zu erregen gegen seinen Vater und die Tochter gegen ihre Mutter und die Schwiegertochter gegen ihre Schwiegermutter.  Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein.  Wer Vater oder Mutter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht wert.  Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist mein nicht wert.  Wer sein Leben findet, der wird's verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden.  Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Matthäusevangelium, Kapitel 10, Verse 32-40

Gehet hin in alle Welt und prediget das Evangelium aller Kreatur. Denn wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden. Markusevangelium, Kapitel 16, Verse 15 und 16

 

Auch darum die Empfehlung: Wenn Sie irgendwie die Möglichkeit haben, sich einer bibeltreuen evangelisch-lutherischen Gemeinde anzuschließen, so machen Sie das. Dann können Sie mit anderen Christen zusammen die Bibel lesen, zusammen ein Leben als Christ führen, zusammen Gottesdienst feiern.

Sie blieben aber beständig in der Apostel Lehre, und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen [Abendmahl] und im Gebet. Apostelgeschichte, Kapitel 2, Vers 42

 

Vor allem können Sie dann auch das kostbare Stärkungsmittel Jesu Christi für unseren Weg als Christen oft empfangen: das heilige Abendmahl, in dem uns Jesus Christus unter Brot und Wein auf übernatürliche Weise seinen Leib und sein Blut, die er auf Golgatha für uns dahingegeben hat, zu essen und zu trinken gibt, um dadurch uns der Vergebung unserer Sünden und des Freispruchs im Jüngsten Gericht gewiss zu machen.

Ich habe es von dem Herrn empfangen, das ich euch gegeben habe. Denn der Herr Jesus in der Nacht, da er verraten ward, nahm das Brot,  dankte und brach's und sprach: Nehmet, esset, das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird; solches tut zu meinem Gedächtnis.  Desgleichen auch den Kelch nach dem Abendmahl und sprach: Dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut; solches tut, so oft ihr's trinket, zu meinem Gedächtnis. 1. Korintherbrief, Kapitel 11, Verse 23-25